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Zwei lächelnde Frauen blicken auf eine dritte Frau

Was ist eine nervöse oder überaktive Blase?

Haben Sie das Gefühl, mehr als sechs- bis achtmal am Tag zur Toilette zu müssen? Kommt es öfter mal zu einem „Notfall“, bei dem Sie Hals über Kopf zum stillen Örtchen spurten und hoffen, es noch rechtzeitig zu schaffen? Dafür kann eine nervöse Blase, auch überaktive Blase oder Reizblase genannt, verantwortlich sein.

Was ist eine überaktive, nervöse Blase?

Eine überaktive Blase ist eine Variante der Inkontinenz, die man auch Dranginkontinenz nennt. Dazu kommt es, wenn Nerven in der Blase geschädigt wurden. Dadurch ziehen sich manchmal ohne Grund Muskeln Ihrer Blase zusammen und schaffen so das plötzliche Gefühl Wasser lassen zu müssen. So dringend, dass Sie es manchmal nicht mehr rechtzeitig zur Toilette schaffen. Dies kann auch der Fall sein, wenn nichts oder kaum etwas in der Blase ist.

Wir alle kennen Situationen, in denen wir urplötzlichzur Toilette müssen. Das ist auch völlig normal.

Doch was unterscheidet nun eine nervöse Blase von einer ganz normalen Blase? Hier ein paar Symptome:

Was ist eine nervose oder uberaktive Blase?

Ursachen und Risikofaktoren einer nervösen Blase

Zur nervösen Blase kommt es, wenn das Nervengewebe von Blase und Beckenboden, das System aus Muskeln, Nerven und Fasern rund um Blase, Gebärmutter und Anus geschädigt wurde. Auch Schädigungen anderer Teile des Nervensystems können dabei eine Rolle spielen; besonders dann, wenn die Kommunikation zwischen Blase und Gehirn nicht einwandfrei funktioniert. Das bedeutet, dass Ihr Gehirn nicht mehr die richtigen Signale bekommt, die ihm sagen, dass es Zeit für den Toilettengang ist.

Es gibt eine Reihe von Dranginkontinenz-Risikofaktoren, die eine Reizblase bei Frauen verursachen können:

1. Geburt

Reizblasen bei Frauen werden nicht selten durch Nervenschädigungen nach einem Kaiserschnitt verursacht. Allerdings können solche Schädigungen auch bei einer regulären Geburt auftreten.

2. Vorherige Operationen im Beckenbereich

Das Nervensystem, das Beckenboden und Blase verbindet, kann nicht nur durch eine Geburt, sondern auch durch Operationen im Beckenbereich geschädigt werden.

3. Neurologische Erkrankungen

Erkrankungen, die sich auf das Nervensystem auswirken – wie Multiple Sklerose, Parkinsonsche Krankheit, Hirnschlag und auch Diabetes –, können zu Störungen der Kommunikation zwischen Hirn und Blasenmuskulatur führen. Auch dies kann die Entstehung einer Reizblase begünstigen.

4. Harnwegsinfektionen

Reizungen und Entzündungen, die bei Infektionen der Harnwege auftreten, können leicht zu einer angegriffenen, überaktiven Blase führen. Diese Beeinträchtigungen sind jedoch nur vorübergehend. Wenn die Infektion überstanden ist, sollte auch Ihre Blase wieder ganz normal funktionieren.

Behandlung und Linderung einer nervösen Blase

Natürlich ist eine Reizblase alles andere als ein Vergnügen. Das jedoch heißt noch lange nicht, dass Sie sich ins stille Kämmerlein zurückziehen müssen! Obwohl es vielleicht anfangs etwas schwierig erscheinen mag, sich mit ein paar Änderungen des eigenen Lebensstils anzufreunden, lassen sich viele Symptome der Reizblase damit in den Griff bekommen. Die meisten dieser Änderungen sind nicht schwierig umzusetzen, zahlen sich aber aus. Probieren Sie ein paar der folgenden Behandlungs- und Linderungsmethoden aus und finden Sie für sich die Effektivste.

Blasentraining - Übungen gegen nervösen Blase

Natürlich ist es nicht ganz einfach, Schädigungen des Nerven- und Muskelgewebes innerhalb und außerhalb der Blase in den Griff zu bekommen. Das bedeutet aber keinesfalls, dass sich hier nichts verbessern lässt! Wie jeder andere Muskel Ihres Körpers kann auch Ihre Blase deutlich gestärkt werden. Dazu braucht es nur ein wenig Training. Wenn Sie Ihre Blase trainieren, können Sie die Abstände zwischen den einzelnen Toilettenbesuchen verlängern und zusätzlich auch dafür sorgen, dass Ihre Blase mehr Flüssigkeit halten kann. Und so funktioniert es: Geben Sie dem einsetzenden Harndrang anfangs etwa fünf Minuten lang nicht nach. Wenn dies mit der Zeit zu leicht wird, probieren Sie es mit zehn Minuten. Verlängern Sie die Zeitspanne allmählich; dies stärkt Ihre Blasenmuskulatur im Laufe der Zeit.

Genau nach Plan

Eine weitere Möglichkeit Ihre Blase zu stärken, besteht darin, sich eine Art Toilettenzeitplan aufzustellen. Suchen Sie die Toilette nur zu festgelegten Zeiten auf – am Anfang vielleicht exakt jede Stunde. Achten Sie dabei darauf, in jedem Fall zur Toilette zu gehen, ob Sie nun „müssen“ oder nicht. Damit verhindern Sie nicht nur, dass sich Ihre Blase unangenehm füllt, sondern gewöhnen sie auch mit der Zeit an Ihren eigenen Rhythmus. Wenn alles nach Plan läuft, versuchen Sie die Zeit zwischen den einzelnen Toilettenbesuchen nach und nach immer weiter auszudehnen. Dadurch kann die Blase mit der Zeit immer stärker werden und mehr Urin halten, ohne sich zu verkrampfen.

Doppelt gemoppelt

Diese Technik kann man auch Doppelleerung nennen. Sie sorgt dafür, dass wirklich der gesamte Urin aus der Blase abfließt. Wenn Ihre Blase komplett leer ist, vermindert sich damit auch die Gefahr einer Blasenverkrampfung. Falls es doch einmal zu einem Krampf kommen sollte, jedoch sich nichts in der Blase befindet, kann auch nichts auslaufen. Obendrein verhindern Sie damit auch nicht gleich wieder den Rückweg antreten zu müssen, wenn Sie die Toilette gerade erst verlassen haben. Und so schaffen Sie es: Wenn Sie mit dem Wasserlassen fertig sind, bleiben Sie noch 30 Sekunden auf der Toilette sitzenbis auch der letzte Rest draußen ist.

Was ist eine nervose oder uberaktive Blase?

Beim Essen und Trinken an die Blase denken

Eine blasenfreundliche Ernährung kann die Symptome Ihrer Reizblase ganz deutlich lindern. Aber was versteht man unter einer blasenfreundlichen Ernährung? Man verzichtet auf Lebensmittel, die den Urin sauer machen – denn saurer Urin reizt Ihre Blase nur noch weiter. Leider bedeutet dies auch, sich von Koffein, Alkohol, Zitrusfrüchten, kohlensäurehaltigen Getränken und scharfem Essen zu verabschieden.

Diskreter Schutz

Einen diskreten Schutz zu tragen, kann Ihnen in Situationen, in denen Sie es vielleicht nicht mehr rechtzeitig zur Toilette schaffen, ein gutes, sicheres Gefühl geben. Bei Always haben wir unsere bewährte Technologie, die für höchste Saugfähigkeit und Komfort sorgt, auf Produkte gegen Blasenschwäche übertragen: Genauso bequem, flexibel und angenehm trocken. Zu unserer Always Discreet-Familie zählen Slipeinlagen, Einlagen und Unterwäsche, allesamt ganz auf den individuellen Bedarf und die Flüssigkeitsmenge abgestimmt. Always Discreet-Produkte bieten einen hoch saugfähigen Kern, der Gerüche neutralisiert und Flüssigkeiten in Gel verwandelt – überragender Blasenschutz, der Ihre Haut schön trocken hält, sich sehr angenehm tragen lässt und so dünn ist, dass niemand etwas davon mitbekommt.

Rauchen aufgeben

Nikotinkonsum kann sich schädigend auf Ihre Blasenmuskulatur auswirken. Auch der übliche Raucherhusten kann immer wieder etwas Urinverlust bewirken. Eine gesündere Lebensführung ohne Rauchen kann viele Symptome einer Reizblase unterbinden!

Wenn nichts wirklich hilft …

Falls sich keine Besserung durch Veränderungen Ihrer Lebensweise einstellt, sollten Sie sich um ärztlichen Beistand bemühen.

Ärztliche Unterstützung

Fragen Sie Ihren Arzt nach medizinischen Möglichkeiten. Wie bei so vielen Dingen im Leben wird es Vor- und Nachteile geben; wägen Sie daher die unterschiedlichen Möglichkeiten gegeneinander ab und entscheiden Sie sich für einen Ansatz, der am besten zu Ihnen und Ihrem Lebensstil passt.

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