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Ein lächelnder Mann umarmt eine Frau und beide lehnen sich gegen das Geländer

Die Wechseljahre – was ist das eigentlich?

Als Wechseljahre bezeichnet man den Zeitraum im Leben einer Frau, in dem die Menstruation allmählich ausbleibt. Dieser Prozess entwickelt sich über längere Zeit hinweg und ist mit einem Rückgang der Hormonbildung verbunden. Irgendwann bleibt die Periode ganz aus. Der Fachbegriff hierfür lautet Menopause.

Was sind Die Wechseljahre?

Die Wechseljahre einer Frau beginnen, wenn die Menstruation allmählich ausbleibt. Die eigentliche Menopause erfolgt in der Regel zwischen 48 und 54 Jahren. Das Durchschnittsalter liegt bei 50 Jahren. Die Wechseljahre beginnen, wenn die Eierstockfunktion und somit die Bildung der weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron nachlässt. Die Hormonproduktion bricht jedoch nicht abrupt ab, sondern vollzieht sich in verschiedenen Phasen.

Welche Symptome der Wechseljahre treten häufig auf?

Zu den Hauptsymptomen der Wechseljahre gehören:

  • Hitzewallungen
  • Gelenkschmerzen
  • Scheidentrockenheit
  • Libidoverlust
  • Nachtschweiß
  • Gewichtszunahme, Angstgefühle, hartnäckige Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen, schlaffe Haut
  • Stress, Reizbarkeit, Erschöpfung, Augentrockenheit, Blasenschwäche, kurzfristige Erinnerungslücken
  • Juckreiz, Verlust des Selbstwertgefühls, Depression

Verschiedene Behandlungen können die Symptome der Wechseljahre möglichst gering halten. Zunächst müssen das Stadium Ihrer Menopause und die konkreten Symptome, die Sie beobachten, festgestellt werden. Gynäkologen können anhand der Bedürfnisse der jeweiligen Frau den optimalen Behandlungsverlauf individuell festlegen.

Wie kann ich Symptome der Wechseljahre lindern und Krankheiten vermeiden?

Ziel jeder Menopause-Behandlung muss die Vermeidung von mittel- und langfristigen Komplikationen und die kurzfristige Linderung von Symptomen sein:

  • Mit einer ärztlichen Untersuchung kann das Risiko von Erkrankungen beurteilt werden.Suchen Sie Ihren Gynäkologen regelmäßig auf, um mithilfe der notwendigen Mammographien und Abstriche Komplikationen zu vermeiden.
  • Verzichten Sie auf das Rauchen. Nach zwei rauchfreien Jahren sinkt das Risiko für Herzinfarkt wieder auf den Durchschnittswert der Bevölkerung und das Risiko für Lungenkrebs wird um etwa ein Drittel reduziert.
  • Eine Hormonersatztherapie kann gegen Depressionen helfen. Diese Behandlung ersetzt die Östrogene (die für die weiblichen Sexualfunktionen zuständigen Hormone), die die Eierstöcke in der Menopause nicht mehr bilden. Diese Behandlung ist nur auf ärztliche Empfehlung ratsam.

Welche Krankheiten werden am häufigsten mit der Menopause in Zusammenhang gebracht und wie man sie vermeidet?

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und Brustkrebs werden am häufigsten mit der Menopause in Zusammenhang gebracht. Beispielsweise wurde in Spanien bei 85 % der Frauen nachgewiesen, dass die Abnahme der Lebensqualität mit diesen Krankheiten zusammenhängt.

Wie kann ich Osteoporose vermeiden?

Damit die Knochen stark bleiben, ersetzt der Körper laufend alte Knochensubstanz durch neue. Aufgrund ihrer biologischen Konstitution haben Frauen einen niedrigeren maximalen Knochenmassewert als Männer. In den Wechseljahren nimmt die Hormonproduktion ab und der weibliche Körper verliert mehr Knochensubstanz, als er ersetzt. Schätzungen zufolge leiden zwischen 30 und 50 % der Frauen im Menopause-Alter an Osteoporose. Es gibt jedoch viele Faktoren, die Osteoporose verzögern oder reduzieren können. Regelmäßige, moderate körperliche Bewegung und ein gesundes Gewicht sind zwei dieser Faktoren.

Und was hilft gegen hohen Cholesterinspiegel und Blutdruck während der Wechseljahren?

Ein hoher Cholesterinspiegel und ein hoher Blutdruck hängen oft direkt mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammen. Daher müssen der Cholesterinspiegel und der Blutdruck reguliert und ein Anstieg vermieden werden, indem man auf Fett und Salz verzichtet.

Was kann ich tun, wenn ich ein wenig niedergeschlagen bin während der Wechseljahren?

  • Sprechen Sie mit Ihrer Familie über Ihre Gefühle. Es kann helfen, die Sorgen anzusprechen, damit Ihre Angehörigen Sie besser verstehen können.
  • Wenn Sie Kinder haben, denken Sie daran, dass sie Sie noch immer brauchen, auch wenn sie schon erwachsen sind. Versuchen Sie, nicht deprimiert zu wirken und helfen Sie ihnen.
  • Behandeln Sie sich gut. Bleiben Sie körperlich und mental aktiv.

Was kann ich unternehmen, wenn ich beim Lachen, Husten oder Niesen Urin verliere?

Durch die hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren kann die Muskelspannung abnehmen und die Blasenmuskeln können schwächer werden. Deshalb kann es auch bei kleinen körperlichen Anstrengungen zu ungewolltem Urinverlust kommen. Inzwischen gibt es eine Vielzahl an saugfähigen Produkten für die Bedürfnisse aller Frauen, die an Blasenschwäche leiden. Diese Produkte schließen Feuchtigkeit ein und neutralisieren Gerüche. Die Beckenbodenmuskulatur lässt sich auch mit einigen einfachen Übungen stärken und die Blasenschwäche somit lindern oder sogar eliminieren. Diese Übungen heißen Kegel-Übungen.

Was sind Kegel-Übungen während der Wechseljahren?

Kegel-Übungen stärken die Beckenbodenmuskulatur. Es handelt sich um sehr einfache Übungen von 5 Minuten, bei denen man die Beckenbodenmuskeln anspannt und wieder entspannt. Diese Übungen sorgen für eine bessere vaginale, urethrale und rektale Kontrolle. Man kann sie immer und überall machen, ohne dass es jemand merkt.

Wir empfehlen die folgenden drei Positionen:

  • Unterer Rückenbereich berührt die Rückenlehne des Stuhls, Unterarme ruhen auf den Oberschenkeln.
  • Rückenlage auf dem Boden, Hände unter dem Gesäß.
  • Stehend, Beine leicht gespreizt.

Kontraktionen:

  • Beckenbodenmuskeln zusammenziehen und die Spannung 5 Sekunden lang halten.
  • Ruhig atmen und 5 Sekunden entspannen.
  • 10-mal wiederholen. Es wird empfohlen, diese Übungen mindestens 3-mal täglich zu machen.

Um herauszufinden, ob Sie die Übungen richtig machen, versuchen Sie, den Harnstrahl beim Urinieren zu unterbrechen, bevor die Blase entleert ist. Diese Technik sollte nur angewendet werden, um die betreffenden Muskeln zu erkennen. Regelmäßig angewendet, kann diese Technik nämlich zu einer Harnwegsinfektion führen. Zu Beginn ist es normal, dass man die Kontraktion nicht 5 Sekunden lang halten kann oder die empfohlene Wiederholungszahl schafft, doch es wird mit jedem Tag einfacher. Nach 3 Monaten sind erste Ergebnisse zu beobachten. Die meisten Frauen können ihre Blase nach einem Jahr dieses Programms besser beherrschen.

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