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Eine Frau nutzt ein Blutzuckermessgerät

Fettleibigkeit, Diabetes und Inkontinenz

Erfahren Sie, wie Fettleibigkeit und Diabetes mit Harninkontinenz zusammenhängen und was Sie tun können, um Ihr Gewicht, Ihre Ernährung und Ihre Blase zu kontrollieren.

Wie kann Übergewicht eine überaktive Blase verursachen? Erfahren Sie alles über Fettleibigkeit, Diabetes und Blasenschwäche.

Die Ursache hinter einer empfindlichen Blase ist nicht immer leicht zu finden. Einige Risikofaktoren lassen sich einfach nicht vermeiden, wie der Blutzuckerspiegel, natürliche hormonelle Veränderungen und Muskelschwund aufgrund von Alterung und Wechseljahren oder Nervenschäden während der Schwangerschaft oder Geburt.

Übergewicht oder Fettleibigkeit hingegen ist ein Faktor, den man mit dem richtigen Wissen und den richtigen Mitteln in den Griff bekommen kann.

Finden Sie heraus, wie Fettleibigkeit und Diabetes mit Harninkontinenz zusammenhängen und was Sie tun können, um Ihr Gewicht, Ihr Diabetesrisiko und die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Gewicht Ihre Blasenschwäche verschlimmert, zu kontrollieren.

Fettleibigkeit und Inkontinenz

Kann Übergewicht Inkontinenz verursachen? Ja, es gibt eine Reihe von Zusammenhängen mit häufigem Wasserlassen oder Blasenschwäche bei übergewichtigen Frauen.

Haben Sie ein paar Pfunde zu viel? Das passiert den meisten Frauen während der Schwangerschaft und dann wieder in den Wechseljahren. Hier erfahren Sie, wie sich ein paar zusätzliche Pfunde auf Ihre empfindliche Blase auswirken können:

  • Zusätzliches Gewicht in der Körpermitte kann das Risiko einer Harninkontinenz erhöhen.
  • Übermäßiges Gewicht in der Bauchgegend drückt auf die Blase. Dieser Druck kann Ihren Beckenboden und die Strukturen der Harnröhre schwächen oder schädigen, sodass die Wahrscheinlichkeit einer Blasenschwäche steigt.
  • Verstärkt durch Übergewicht können alltägliche Handlungen wie Niesen, Husten oder Knien zu Belastungsinkontinenz führen.
  • Man schätzt, dass 46 % bis 67 % aller fettleibigen Frauen unter Inkontinenz leiden. Studien haben gezeigt, dass eine Gewichtsabnahme dazu beitragen kann, die Symptome einer überaktiven Blase zu verringern oder zu beseitigen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, wie Sie Ihr Gewicht reduzieren und die Symptome Ihrer empfindlichen Blase in den Griff bekommen können, damit Sie ein gesünderes, aktiveres Leben führen können.

Diabetes und Inkontinenz

Verursacht Diabetes Inkontinenz? Kurz gesagt: Ja, Diabetes kann zu häufigerem und dringendem Wasserlassen oder sogar zu Blasenschwäche führen. Und zwar aus diesem Grund: Diabetes Typ 2 erhöht das Risiko und den Schweregrad einer empfindlichen Blase und führt zu Inkontinenz. Dazu gehört auch ungesundes Gewicht, das ebenfalls mit Diabetes Typ 2 korreliert.

Diabetes Typ 2 kann zu Harninkontinenz führen, weil das zusätzliche Gewicht die Beckenbodenmuskulatur belastet. Ähnlich wie bei der durch Fettleibigkeit verursachten Inkontinenz können Sie das Risiko von Blasenschwäche durch das Halten eines gesunden Gewichts verringern. Hier sind Sie einige gute Gründe, um Ihr Gewicht zu kontrollieren und Ihr Diabetes-Risiko zu senken oder besser mit den Auswirkungen Ihrer bestehenden Diabetes-Erkrankung umgehen zu können:

  • Diabetes kann dazu führen, dass Ihr Blutzuckerspiegel stärker als normal ansteigt. Erhöhter Blutzucker kann zu vermehrtem Durst und häufigem Wasserlassen führen.
  • Diabetes erhöht den Glukosespiegel, und ein anhaltend hoher Glukosespiegel führt dazu, dass dem Gewebe Flüssigkeit entzogen wird, was den Durst und das Bedürfnis, Flüssigkeit aufzunehmen, steigert. Dies kann bei Frauen mit Diabetes zu häufigerem Wasserlassen führen.
  • Erhöhtes Risiko von Blasenentzündungen. Harnwegsinfektionen sind eine häufige Ursache von Inkontinenz.
  • Diabetes kann zu Nervenschäden führen, auch an den Nerven, die den Beckenboden und die Blase kontrollieren.
  • Einige Diabetesmedikamente können Flüssigkeitsansammlungen oder Husten verursachen und die Empfindlichkeit der Blase verschlimmern.
  • Diabetes während der Schwangerschaft, auch Schwangerschaftsdiabetes genannt, kann mit einem größeren Kind einhergehen, und belastet damit auch die Blase.

Diagnose

Eine einfache Methode, um festzustellen, ob Fettleibigkeit oder Diabetes einen Einfluss auf Ihre Harninkontinenz haben, ist das Führen eines Tagebuchs über eine Woche hinweg. Damit Ihr Arzt eine genaue Diagnose der Adipositas-Inkontinenz oder Diabetes-Inkontinenz stellen kann, müssen Sie ihm die nötigen Informationen liefern. Durch die Beantwortung dieser Fragen können Sie Ihrem Arzt helfen, herauszufinden, ob Ihre Beschwerden mit Inkontinenz oder einer anderen Grunderkrankung zusammenhängen:

  • Wie häufig müssen Sie auf die Toilette oder haben Sie eine undichte Blase?
  • Haben Sie tagsüber, nachts oder sowohl tagsüber als auch nachts Blasenprobleme?
  • Was passiert unmittelbar vor dem Auftreten der Blasenprobleme? Lachen Sie zum Beispiel, knien Sie oder niesen Sie?
  • Haben Sie vorher etwas getrunken?
  • Waren Sie in Bewegung oder standen Sie ruhig da, als es passierte? Was genau haben Sie gemacht?
  • Welche Medikamente nehmen Sie ein?
  • Haben sich Ihre Symptome im Laufe der Zeit verändert?

Mit den richtigen Informationen und etwas Gewichtskontrolle können Sie und Ihr Arzt Ihre Harninkontinenz gemeinsam in den Griff bekommen.

Inkontinenzbehandlung bei Diabetes und Fettleibigkeit

Harninkontinenz lässt sich in der Regel nicht von heute auf morgen beheben, doch es gibt ein paar Dinge, die Frauen mit Diabetes oder Fettleibigkeit noch heute tun können.

  • Inkontinenzschutz: Mit den richtigen Inkontinenzprodukten können Sie Ihre Blasenschwäche in den Griff bekommen. Und das müssen nicht unbedingt Erwachsenenwindeln sein! Unsere einzigartigen Always Discreet Einlagen, unsere Always Discreet Binden und unsere Always Discreet Unterwäsche wurden entwickelt, um überaktive Blasen diskret zu kontrollieren. Sie sind in der Größe und Saugfähigkeit erhältlich, die Sie brauchen, um sich so viel wie möglich bewegen können, sodass ein undichte Blase keine große Sache mehr ist.
  • Ernährung und Flüssigkeitszufuhr. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Ernährung am besten geeignet ist, um Ihren Blutzucker und Ihre allgemeine Flüssigkeitsaufnahme zu kontrollieren. Vermeiden Sie Nahrungsmittel und Getränke, die die Blase reizen. Bestimmte Lebensmittel und Getränke sind für Menschen mit Inkontinenz nicht zu empfehlen, z. B. Lebensmittel mit hohem Zuckergehalt, alkoholische Getränke, Zitrusfrüchte, Koffein und kohlensäurehaltige Getränke.
  • Nehmen Sie ausreichen Flüssigkeit zu sich! Da übermäßiges Trinken Harndrang verursachen kann, ist es besonders wichtig, dass Sie über den Tag verteilt viel Wasser zu sich nehmen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie vor dem Schlafengehen nur wenig Flüssigkeit zu sich nehmen, um Nykturie und häufiges nächtliches Wasserlassen zu vermeiden.
  • Bewegung. Bewegung ist eine gute Methode zur Gewichtskontrolle. Beginnen Sie mit einem einfachen Spaziergang um das Haus, in der Nachbarschaft oder bei der Erledigung von Besorgungen. Jede Bewegung zählt, um überflüssige Pfunde zu verlieren und den Druck auf die Blase zu verringern. Kegelübungen sind eine gute Möglichkeit, die Beckenbodenmuskulatur zu stärken, was die Kontrolle über die Blase verbessern kann.
  • Erstellen Sie einen Zeitplan für die Toilette. Wenn Sie es sich zur Gewohnheit machen, Ihre Blase im Laufe des Tages nach einem bestimmten Zeitplan zu entleeren, können Sie die Vorhersehbarkeit verbessern und den Harndrang zu unerwarteten Zeiten lindern. Sie können Ihre Blase auch trainieren, indem Sie die Zeitspanne zwischen den Toilettengängen verlängern.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen in diesem Artikel den Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit, Diabetes und Inkontinenz sowie Möglichkeiten zur Behandlung oder Verringerung der Symptome von Inkontinenz aufzeigen. Werfen Sie auch einen Blick in die verwandten Artikel, um ein besseres Verständnis für die Arten von Inkontinenz, häufige Ursachen von Blasenproblemen und Möglichkeiten zur Behandlung von Inkontinenz zu erhalten.

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